Gemischte Gefühle

Funktional wäre das Xenyx 1002 FX an sich eine super Sache. Für das Geld erhält man ein super kompaktes Mischpult mit zwei Mono-Kanälen, die jeweils über einen XLR-Mikrophonanschluss mit zuschaltbarer Phantomspeisung verfügen, sowie vier Stereo-Kanälen. Die beiden Mono-Kanäle verfügen jeweils über eine EQ-Sektion, die Stereo-Kanäle geben das Signal 1:1 wieder. Mittels FX-Regler kann das Signal aller Kanäle an das eingebaute digitale Effektgerät und das Effektsignal wiederum zum Master-Fader geschickt werden. Das Effektgerät hat 100 Presets mit Delay, Hall, Chorus, Flanger, Pitch Shifter sowie Kombinationen davon. Tape-In und Tape-Out, Control Room out, ein FX Send (mono) und insgesamt drei Routing-Schalter eröffnen viele Anwendungsmöglichkeiten für Homestudio, Partykeller usw.
Leider hält die Tonqualität nicht mit dem Funktionsumfang Schritt. Ein Stereo-Line-Signal wird auf dem Weg durch den Mixer hörbar verzerrt und kommt deutlich schlechter beim Verstärker an, als wenn man die Tonquelle direkt am Verstärker anschliesst. Das Experimentieren mit Gain und Level konnte daran nichts ändern. Damit ist das Mischpult für lautere Anwendungen kaum geeignet. Immerhin konnte ich an den Mikrofoneingängen verzerrungsfrei arbeiten, so dass ich das Mischpult weiterhin für Voiceaufnahmen verwenden kann.  0 von 1 Nutzern fanden diese Meinung bereits hilfreich.  Wie bewerten Sie diese Meinung? hilfreich - nicht hilfreich
|