AKG C 1000S

Nachdem mir verschiedene Bekannte teils aus langjähriger Erfahrung das C 1000 von AKG empfohlen haben, bin ich also jetzt auch stolzer Besitzer eines solchen. Erstmal war ich positiv überrascht, dass das Mikro in einem sehr stabilen kleinen Alukoffer kommt. Dass man irgendwie die Richtcharakteristik und den Klang verändern kann, wusste ich noch von meinen Bekannten. Konkret liegen zwei kleine Kunststoffteilchen bei, die man nach dem Abschrauben des Mikrofonkorbes direkt auf die Kapsel stecken kann. Mit einem wird die Richtcharakteristik von Niere nach Hyperniere geändert. Ich war erstaunt über die gute Richtwirkung der Hyperniere, die im Vergleich mit meinem Mikro speziell für Videokameras (Keule) noch gerichteter ist und besser klingt. Die Höhenanhebung macht sich vor allem bei Akustikgitarren mit Stahlsaiten und Metall-Percussion gut.
Das Mikro wird meiner Meinung nach seinem Ruf voll gerecht (Schweizer Taschenmesser der Mikrofone). Ich bin Lehrer und verwende das Mikro für unser Videoprojekt, das viel im Freien stattfindet. Bei starkem Wind reicht der mitgelieferte Windschutz nicht ganz aus. Wir verwenden da aus Kostengründen einfach ein Stück Schaumstoff, das wir mit Gummiringen fixieren. Mit Einstellung Hyperniere funktioniert das Mikro auch sehr gut am Rednerpult. Dank des hohen Pegels des Mikros kann der Sprecher locker eine halben Meter entfernt sein, ohne dass es Feedback gibt. Für unsere Schulband werden wir noch mindestens eines nachkaufen. Wir haben es eingesetzt für Akustikgitarre, Klarinette, Klavier, Flöte, Gesang, HiHat/Overhead, Akkordeon, Kontrabass, verschiedene Percussion-Instrumente (auch Cajon), für Overhead und Chorabnahme wäre halt noch ein zweites oder drittes schön.
Der Begriff ist ja ziemlich ausgelutscht, aber das C 1000 ist wirklich sowas wie die eierlegende Wollmilchsau der Mikrofone. Man braucht für normale Anwendungen keine Spezialmikrofone mehr und schließt damit Fehlbedienungen eigentlich aus.  Wie bewerten Sie diese Meinung? hilfreich - nicht hilfreich
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