Ein Rauchmelder der angeblich Leben retten soll...

...aber stattdessen die Nerven der Käufer abtötet.
Warum das so ist, wollt Ihr wissen?!?
Nun, falls Ihr gerne auf Leitern steigt um zu allen denkbaren und undenkbaren Zeiten ein sinnlos piepsendes Gerät Ruhigzustellen, dann braucht Ihr gar nicht Weiterlesen und Euch einfach diesen Rauchmelder zu kaufen.
Rechnet aber damit, dass es ein paar Wochen oder Monate dauert, bis Ihr die Freude des ständigen Fehlalarmes genießen könnt. Meine Freizeitvergnügungen sehen anders aus.
Aber der Reihe nach...
Schlank, elegant, weiß - und mit einem Duracell 9V-Block vom Hersteller ausgestattet. Dazu das Versprechen, bei Rauchentwicklung im Haus die Bewohner vor Schlimmerem zu schützen. Das ist doch was, oder...? - Sollte man danken. Aber leider - Pustekuchen.
Leicht anzubringen sind die Dinger, kein Zweifel. Mit zwei kleinen beiliegenden Dübeln - oder wie bei mir, direkt mittels der ebenfalls beiliegenden Holzschrauben in die abgehangene Holzdecke. Eine Angelegenheit von wenigen Minuten, Batterie einsetzen - fertig.
Der Montageort wurde von einem Bekannten, der mal beim THW war ausgesucht, also ist eine falsche Einbauposition ausgeschlossen. Im Brandfall hat Rauch bekanntlich ein recht eigenwilliges Verhalten, somit montiert man die kleinen "Lebensretter" an die Zimmerdecke - und zwar möglichst mitten im Raum.
Einige (wenige) Monate war alles wunderbar prächtig. Dann begann das erste dieser Dinger zu spinnen. Gut, man ist ja geduldig - holt es von der Decke und redet ihm gut zu. Batterie geprüft, wieder montiert - einige Tage Ruhe.
Dann das Gleiche wieder. Irgendwann, nach spätesten zehn in immer kürzeren Intervallen auftretenden Fehlalarmen, wird es einem zu dumm und man baut die Batterie raus - und legt das nervende Pseudo-Alarm-Dingens deaktiviert auf die Fensterbank. Möge es in Frieden ruhen.
Nun macht ein Rauchmelder auf der Fensterbank nur wenig sinn, zugegeben. Genau aus diesem Grund wurde dann doch kurz darauf - quasi als letzter Versuch - die Batterie gegen neue baugleiche mit ebenfalls noch mehrere Jahre gültiger Haltbarkeit ausgetauscht - es blieb dabei, das Ding schlägt ständig immer wieder Fehlalarm.
Wenige Wochen drauf dasselbe Phänomen beim zweiten Gerät. Prima. Hindernislauf mit Trethocker oder Leiter - jetzt als Zirkeltraining über mehrere Standorte verteilt. Ganz großes Kino.
Kkurz und knapp - Spart Euch das Geld.
Natürlich nicht das Geld für einen Rauchmelder, denn die Dinger sind wirklich sinnvoll und retten Leben - wenn sie dann mal zuverlässig funktionieren - aber das Geld diesen Rauchmelder könnt Ihr Euch sparen. Kauft lieber was gescheites, oder Ihr kauft zweimal.
Da die Intervalle zwischen den Fehlalarmen immer kürzer wurden, gehe ich einfach mal von einer "wachsenden" Fehlerursache aus. Woran kann's liegen...?
Verschmutzter Sensor durch Hausstaub...? Nun, wir haben keine Haustiere - dafür aber einen sehr brauchbaren Staubsauger. Geraucht wird bei uns auch so gut wie nie - und zum Zeitpunkt der Fehlalarme schon gar nicht. Küchendünste scheiden ebenfalls aus - die Abluft geht nach draußen.
Nun, es gibt an diesem piepsenden Billig-Gelump noch nicht einmal die Möglichkeit, eine Anpassung der Empfindlichkeit vorzunehmen. Grundsätzlich und prinzipiell funktionieren diese Geräte - wir haben sie vor dem Verschrotten zur Kontrolle einfach mal ganz sanft mit Zigarettenqualm angeblasen - und die Reaktion erfolgte augenblicklich.
Nur auf Dauer bringt es einem nichts - es nervt infernalisch, im schlimmsten Falle wird sogar durch die ständigen Fehlalarme ein echter Brand ignoriert.
Rache ist süß. Demnächst hätte eine komplette neue Schließanlage in mehreren der von uns verwalteten Mietshäuser angestanden. Schade Abus - wer solche Rauchmelder baut, bei dem kaufen wir auch keine Schließanlage.  1 von 2 Nutzern fand diese Meinung bereits hilfreich.  Wie bewerten Sie diese Meinung? hilfreich - nicht hilfreich
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