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Welche Arten von Kühlschränken gibt es?
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Ein typischer Kühlschrank fasst ca. 150 Liter Inhalt und wiegt ca. 40 kg. Am gebräuchlichsten ist die Variante mit einer großen Außentür und einer inneren Klappe zum Gefrierabteil (bis minus 18 Grad) im oberen Bereich. Das Gefrierabteil besitzt hier meist ein Fassungsvermögen von maximal 20 Litern. Bei diesen Standardmodellen unterscheidet man in komplett verkleidete Standgeräte, die sich ohne weitere Montage frei aufstellen lassen, zwischen 50 und 66 cm breit und bis 85 cm hoch sind. Durch Abnehmen der Deckplatte lassen sie sich auch als Unterbaugerät in eine Einbauküche integrieren. Spezielle Unterbaugeräte besitzen keine vollständige äußere Verkleidung, sie sind bis 82 cm hoch und lassen sich so exakt unter der Arbeitsplatte in der Küche platzieren. Einbaugeräte hingegen werden komplett in einen Schrank eingebaut und sind nicht breiter als 60 cm und maximal 57 cm hoch. Durch die geringere Breite ist die Isolation dünner und der Stromverbrauch höher.
Eine Variation des typischen Standgeräts sind Tischkühlschränke, bei denen die Oberseite als Arbeitsfläche genutzt werden kann. Sie sind 85 cm hoch, reihen sich harmonisch in die Küchenzeile ein und fassen ca. 100 bis 140 Liter. Wesentlich mehr Platz (Kühlteil etwa 350 Liter, Gefrierteil etwa 150 Liter) bieten amerikanische Kühlschränke oder sogenannten Side-by-Side-Kombinationen. Hier werden zwei 60 cm breite Geräte mit einem Verbindungssatz zu einem großen Gerät miteinander verbunden. Meist ist hinter einer der beiden Türen ein Gefrierschrank verborgen. Des Weiteren bieten sie viele Zusatzfunktionen wie eine Eiswürfelmaschine, einen Crushed-Ice-Maker und einen Wasserspender. In der Regel sind die Zusatzfunktionen in einer oder beiden Türfronten untergebracht. Kühl-/Gefrierkombination verfügen über getrennte Türen für ein obenliegendes Kühl- und ein untenliegendes Gefrierfach. Solche Modelle fassen ca. 250 Liter Inhalt und wiegen etwa 65 kg.
Weinkühl- oder -temperierschränke bringen Weine langsam und gleichmäßig auf die ideale Trinktemperatur. Sie verfügen meist über verschiedene Temperaturzonen, sodass gleichzeitig Rotweine, Weißweine und sogar Champagner gelagert werden können. Mehrere Temperaturzonen finden sich aber auch bei einigen der oben beschriebenen Standardkühlschränke. Bei diesen Geräten gibt es dann neben dem Gefrierfach (-18 Grad) und der normalen Kühlzone (2 bis 9 Grad) einen speziellen Klimabereich, der rund 0 ºC kalt ist und eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 50 % (trocken ideal für Fleisch, Wurst, Milch und Molkereiprodukte) oder ca. 90 % (feucht für einheimisches Obst und Gemüse) bietet. Durch diese manuell einstellbare Feuchteregulierung bleiben Lebensmittel länger frisch und Vitamine länger erhalten.
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Was ist bei der Klima- und Energieeffizienzklasse zu berücksichtigen?
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Die Klimaklasse beschreibt den Temperaturbereich, bei dem ein Kühlschrank zuverlässig arbeitet. Die Umgebungstemperatur darf weder zu hoch noch zu niedrig sein. Ist sie zu tief, kann es sein, dass der Kühlschrank nicht mehr richtig kühlt, weil das Schmiermittel für den Kompressor zu zähflüssig wird. In Deutschland ist bei Benutzung eines Kühlschranks in der Wohnung die Klimaklasse N (Normal, 16 bis 32 °C) und bei Verwendung im Keller oder draußen die Klimaklasse SN (Sub-Normal, 10 bis 32 °C) empfehlenswert. Die Energieeffizienzklasse gibt Aufschluss über den Energieverbrauch und wird gemäß EU-Richtlinie EN 60456 auf dem sogenannten EU-Label angegeben. Der Energieverbrauch wird in Kilowatt-Stunden (kWh) pro Jahr ausgewiesen. Ein neuer Kühlschrank sollte mindestens die Energieeffizienzklasse A+, besser A++ haben, um die Stromkosten möglichst niedrig zu halten. Kühlschränke mit 150 Liter Nutzinhalt der Energieeffizienzklasse A++ bzw. Energy+ verbrauchen lediglich rund 85 Kilowattstunden pro Jahr.
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Was sollte man beim Kauf beachten?
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Stimmen Sie den Nutzinhalt auf die Zahl der Personen des Haushalts ab. 100 - 120 Liter Nutzinhalt sollte Ihr Kühlschrank schon bereitstellen, bei Mehrpersonenhaushalten rechnet man mit 60 Litern pro Person. Wer gerne viele Vorräte anlegt braucht 100 bis 130 Liter Nutzinhalt pro Person. Das integrierte Gefrierfach eines Standardkühlschranks sollte mindestens drei Sterne haben, damit man Lebensmittel länger als ein paar Wochen aufbewahren kann. Wenn Sie jedoch nichts einfrieren möchten oder bereits eine separate Gefriertruhe besitzen, verzichten Sie auf das eingebaute Gefrierfach im Kühlschrank - das spart Strom, Platz und Geld! Bei Kühl-/Gefrierkombination hat das Gefrierfach meistens vier Sterne, sodass dort Lebensmittel sehr lange - wie in einem richtigen Gefrierschrank - aufbewahrt werden können. Die Kühlstufen für Gefrierfach und Kühlschrank sollten sich jeweils separat einstellen lassen.
Über einen Temperaturregler kann die Innentemperatur gradgenau eingestellt werden (7 Grad Celsius genügen). Temperatursensoren und Türalarme warnen bei einem Temperaturanstieg im Gerät oder zu lange geöffneter Tür die Nutzer mit einem akustisch/optischen Signal. Achten Sie auch auf das Betriebsgeräusch. Dieses steht auf dem EU-Label, mit dem alle neuen Kühlschränke versehen sein müssen. Praktisch ist auch eine Abtauautomatik durch die Kühlschränke nicht mehr manuell abgetaut werden müssen. Unterschieden wird hier zwischen No-Frost-Geräten, welche die Vereisung durch einen permanenten Luftstrom verhindern, jedoch 10 bis 30 Prozent mehr Strom verbrauchen. Low-Frost-Geräte verringern das Einströmen von feuchter Außenluft ohne zusätzlichen Stromverbrauch. Mittlerweile gibt es auch Kühlschränke, deren Inneres mit einer antibakteriellen anorganischen Substanz (Silberionen) beschichtet ist, welche die Übertragung von Bakterien von den beschichteten Innenwänden auf die Lebensmittel verhindert.
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